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19.02.2017 Pressemitteilung Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag

Ein Tag, gewidmet dem Frieden – weil er an den Krieg erinnert: der Jahrestag der Bombardierung von Chemnitz 1945. Die Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag wirbt um Frieden zwischen den Kulturen, zwischen den Religionen, zwischen Einheimischen und Fremden, am 5. März und an jedem Tag im Jahr.

Der Chemnitzer Friedenstag

Der Ausgangspunkt des Chemnitzer Friedenstages war 2002 die Idee von Pfarrer Hans-Jochen Vogel (Pfarrer i.R., † 2005) und Sabine Kühnrich (Sängerin), diesem Gedenktag einen Charakter zu verleihen, der das Abgleiten in inhaltslose Rituale verhindert und an dem zukünftig friedensstiftende kulturelle und politische Impulse für die Stadt und von der Stadt ausgehen werden“ – wie sie es damals in einem Aufruf formulierten. » Zum Aufruf vom 16.02.2002

Der Aufruf wurde von namhaften Chemnitzern unterschrieben. Gemeinsam mit Pfarrer Stephan Brenner, gründeten die beiden Initiatoren die Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag.

Heute gehören ihr an Hartwig Albiro (ehem. Schauspieldirektor), Stephan Brenner (Pfarrer), Birgit Broszeit (Sozialarbeiterin), Nancy Gibson (Direktorin der Städtischen Musikschule), Etelka Kobuß (Ausländerbeauftragte), Sabine Kühnrich (Künstlerin), Christoph Magirius Pfarrer i.R.; Ehrenbürger der Stadt Chemnitz), Gerald Richter (Architekt), Dr. Thomas Schuler (ehem. Direktor des Schloßbergmuseums), Heike Steege, Jürgen Tautz (Geschäftsführer der AWO Chemnitz).

Jedes Jahr wuchs die Zahl der Engagierten, um die Idee des Friedenstages mit Leben zu füllen Unzählig viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit wurden dafür geleistet. Der Begriff Chemnitzer Friedenstag ist seit etlichen Jahren in den allgemeinen Sprachgebrauch der Stadt eingegangen.

Die Zahl derer, die sich bewusst an diesem Tag mit der Problematik Krieg und Frieden und den Ursachen des 2. Weltkrieges beschäftigen, ist so groß wie nie, auch in den Nachwuchsgenerationen. Die friedensstiftenden kulturellen und politischen Impulse rund um diesen Tag sind aus Chemnitz nicht mehr wegzudenken.

Allerdings verzeichnen wir auch eine Erweiterung rassistischer und rechtsextremer Realität in unserer Gesellschaft. Auch Chemnitz musste erst in überregionale Schlagzeilen in Zusammenhang mit den Morden des NSU geraten, damit die allgemeine Öffentlichkeit wahrnahm, dass diese Stadt schon lange Jahre Hinterland von Neonazis ist.

Gesamtkonzept und Koordination

Logo der Arbeitsgruppe Chemitzer Friedenstag

Hartwig Albiro, Stephan Brenner, Birgit Broszeit, Nancy Gibson, Etelka Kobuß, Sabine Kühnrich, Christoph Magirius, Gerald Richter, Dr. Thomas Schuler, Heike Steege, Jürgen Tautz

Logo der Stadt Chemnitz

In Zusammenarbeit mit der Stadt Chemnitz